Presse

Streuobsttag 2016 in Gartow

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Pressespiegel 2012 - 2014

 

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Neue Obstbäume für den Höhbeck

EJZ vom 03.12.2013

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Alte Obstsorten ganz neu erleben

"Land und Forst" vom 31. Oktober 2013

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Wo sich Natur und Kultur treffen

Dritte Phase des Projekts "Route der alten Obstsorten im Wendland" läuft - Baumschnittaktionen

EJZ vom 26.02.2013

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Feldscheune für die Obstwiese

Landschaftspflegeverband: Letzte Förderphase für "Route der alten Obstsorten im Wendland" eingeläutet

EJZ vom 06.02.2013

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Pressespiegel 2008 - 2014

 

Pressespiegel 2008 - 2009

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Pressespiegel 2010 - 2011

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Natur erlebbar machen

,,Kleiner Lehrpfad für kleine Leute" im Lübelner Rundlingsmuseum eingeweiht

EJZ vom 20.04.2012

 

Streuobstwiese erweitert Angebot

EJZ vom 09.01.2012

 

Streuobstwiesen erweitert Angebot

Die Gäste können einziehen

Berufschüler bauen Insektenhotel

EJZ vom  09.04.2011

 

Apfelallee gepflegt

Alte Obstbäume freigeschnitten

(Elbe-Jeetzel Zeitung vom 2 Febr.. 2011)

 

Von Apfelbaum zu Apfelbaum

Route der alten Obstsorten im Wendland entwickelt / der "Prignitzer" sprach mit der Projektleiterin Silke Last aus Groß Breese

(Der Prignitzer vom 9/10. 01. 2011)

 

 

Radikaler Schnitt für guten Wuchs

Reinhard Heller gab Tipps zum Pflanzen von Bäumen

(Elbe-Jeetzel-Kiebitz vom 17.11.2010)

 

Apfelfest in Gartow

(General-Anzeiger vom 26.09 2010)

 

 

Croncels gibt süßen Saft

Köstliche Variationen beim zehnten Plater Apfelfest

(Elbe-Jeetzel-Kiebitz vom 06.10.2010)

 

 

Aus den Welten der alten Sorten

Der fünfte Bio-Streuobsttag präsentierte alte Apfelarten und gab Tipps für deren Anbau

(Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 29.09.2010)

 

Alte Sorten neu endeckt

5. Bio-Streuobsttag in gartow am 26. September

(Generalanzeiger vom 19.09.2010)

5. Bio-Streuobsttag in Gartow

(Wendland-Rundling, September 2010)

 

Apfelallee ein »Kleinod»

Kirchweg bei Schnega gehört jetzt zur »Route der alten Obstsorten»


fk Schnega. Der alte Kirchweg von Schnega nach Leisten und weiter nach Harpe ist ein »Kleinod». Dieser Meinung von Dietrich Mozen vom Fremdenverkehrsverein Swinmark schloss sich am Donnerstag ein kleiner Kreis von Helfern des Landschaftspflegeverbandes Wendland-Elbetal an.


Die "Apfelallee" bei Schnega gehört jetzt zur "Route der alten Obstsorten". Kinder der Swinmark-Grundschule ernteten zu diesem Anlass einen Wagen voller Früchte. Hinten von links: Frank Grajewski, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Wendland-Elbetal, Projektleiterin Asta von Oppen sowie Dietrich Mozen vom Fremdenverkehrsverein Swinmark. Aufn.: K.-F. Kassel  Der Verband erklärte den Weg zum Bestandteil seiner »Route der alten Obstsorten». Eine Informationstafel an der Einmündung des Weges weist seit vorgestern darauf hin. 79 Apfelbäume stehen an dem Kirchsteig südlich von Schnega. »Apfelallee» wird der Weg deshalb auch genannt. Die Bäume sind alt, ebenso die Sorten: Kaiser Wilhelm, Krügers Dickstiel, Cox Orange Renette.

Am Donnerstag ernteten Schüler der Swinmark-Grundschule einen Wagen voll davon. Dietrich Mozen berichtete den Initiatoren und Helfern von der früheren Bedeutung solcher Kirchsteige. Sie dienten der Existenzsicherung der »kleinen Leute», die dort Futter für ihr Kleinvieh fanden. Außerdem durfte das Obst geerntet werden. Leider würden die Ressourcen der Natur heute nicht mehr genutzt, das Obst liege auf der Straße, meinte Mozen. Der Kirchsteig in Schnega komme auch in den Arbeiten des Malers Hugo Körtzinger vor. Auf der Infotafel ist der Abdruck eines Gemäldes zu sehen, das eine Ortsansicht von Schnega etwa um 1930 aus der Perspektive des Kirchweges zeigt. Schnegas Bürgermeister Wilhelm von Gottberg begrüßte die private Initiative des Landschaftspflegeverbandes. Nicht nur der Weg, auch Schnega selbst sei ein »Kleinod», wie man am Tage des offenen Denkmals erfahren konnte, meinte von Gottberg.

Die Projektleiterin der Obstsorten-Route, Asta von Oppen, informierte über den Stand der Arbeiten. Innerhalb eines Jahres sei viel erreicht worden, auch mit Hilfe des Naturparks Elbufer-Drawehn und von Sponsoren. 13 Infotafeln an verschiedenen Stellen der Route informieren über Besonderheiten. Die Hauptroute führt einmal durch den ganzen Landkreis, von Schnega aus über den Drawehn nach Hitzacker, entlang der Elbe nach Schnackenburg und über den Höhbeck, weiter in den Lemgow und über Lüchow nach Clenze.

32 Apfelsorten werden bei dieser Aktion vor allem herausgestellt. Sie haben sich als besonders charakteristisch für die Region erwiesen, seien als »alte Sorten im Wendland» ausgewählt worden, erklärt von Oppen. Apfelalleen wie die in Schnega hätten allerdings nicht nur ihre Bedeutung wegen der alten Obstsorten. Sie seien für viele Tier- und Pflanzenarten Heimat und Rückzugsgebiet. Die Wege werden auch in die Wanderrouten im Landkreis aufgenommen.

Bild: Die "Apfelallee" bei Schnega gehört jetzt zur "Route der alten Obstsorten". Kinder der Swinmark-Grundschule ernteten zu diesem Anlass einen Wagen voller Früchte. Hinten von links: Frank Grajewski, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Wendland-Elbetal, Projektleiterin Asta von Oppen sowie Dietrich Mozen vom Fremdenverkehrsverein Swinmark. Aufn.: K.-F. Kassel

Quelle: Elbe-Jeetzel Zeitung vom 26.09.2009

Sortenvielfalt erhalten

Minister Sander besuchte Apfelblütenfest
der Grundschule Plate

pw Plate. Er sei auf einem Obsthof groß geworden, auf dem es unter anderem viele verschiedene Apfelsorten gegeben habe, erzählte Hans-Heinrich Sander den Kindern der Plater Grundschule, wo der niedersächsische Umweltminister (FDP) gestern Nachmittag zum Apfelblütenfest mit vielen von den Schülern gestalteten Programmpunkten eingeladen war. Die Sortenvielfalt, mit der er aufgewachsen ist, und »die wir hier in Norddeutschland haben, müssen wir erhalten», betonte Sander und lobte die Jungen und Mädchen, »dass ihr die alten Obstsorten weiter kultivieren wollt».

Denn die Grundschule Plate hat sich an dem Projekt »Route der alten Obstsorten im Wendland» beteiligt: Auf dem Gelände der Schule wurden im vergangenen Jahr 20 von insgesamt 400 Obstbäumen gepflanzt, die die Schule jetzt auch pflegt.

»Dadurch können wir unsere Verbindung zum Thema Apfel noch weiter ausbauen», sagte Schulleiter Erhard Fröhlich.
Minister Sander appellierte an die Kinder, noch einen Schritt weiterzugehen: »Ihr als Verbraucher könnt bestimmen, was wann gegessen wird. Wozu brauchen wir jetzt Erdbeeren aus Italien?» Nachhaltig wäre es, zum jeweiligen Zeitpunkt »das zu essen, was hier wächst». In einem weiteren Abschnitt des Apfelrouten-Projekts werden demnächst an zahlreichen Orten im Landkreis 15 Informationstafeln aufgestellt, die über das Projekt, alte Obstsorten oder die Geschichte einer besonderen Streuobstwiese informieren. Die erste enthüllte Hans-Heinrich Sander gestern an der Plater Grundschule, wo sie Interessierte über die Apfelschule Plate informieren wird. Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal, dessen Vorsitzende Heinke Kelm informierte, dass diese Verbände ein Zusammenschluss von Naturschutz, Landwirtschaft und kommunalen Einrichtungen sind, »die gemeinsam etwas für Naturschutz, Landschaftsentwicklung und Landwirtschaft tun». Für Minister Sander ist die Arbeit der Landschaftspflegeverbände »Umweltpolitik mit den Menschen». Asta von Oppen, die das Projekt mit Silke Last leitet, bedankte sich bei allen Beteiligten. Sie sei »überwältigt von der Resonanz, die wir überall erfahren haben». Die 146000 Euro für das Projekt finanzieren zu 75 % der Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), zu 5 % das Förderprogramm »Natur Erleben» des niedersächsischen Umweltministeriums, zu 14 % Landkreis und Naturpark Elbufer-Drawehn sowie zu 6 % die Umweltstiftung »Bingo-Lotto» und die Firma Voelkel.

Quelle: Elbe-Jeetzel Zeitung vom 9.5.09

Apfelsorten aus Jahrhunderten

Bio-Streuobsttag in Gartow -
Projekt „Route der alten Obstsorten im Wendland“

 

fk Gartow. Äpfel gibt es in verschiedenen Sorten. Das kann man jeden Tag im Supermarkt erfahren. Aber die Golden Delicious, Elstar und Cox Orange, die dort angeboten werden, sind in Wirklichkeit der traurige Rest einer einst blühenden Apfelsortenlandschaft. Fast jede Region hatte ihre Spezialsorten, angepasst an Kleinklima und Boden. Passend zur Einlagerung, zum Kuchenbacken oder als Kompott. Äpfel gab es in allen Schattierungen, von tiefrot bis frischgrün, süß oder sauer, fest oder mehlig. Das schönste: es gibt sie noch. Wenigstens einmal im Jahr, beim Bio-Streuobsttag in Gartow.

Zum vierten Mal fand dieses Ereignis am Sonntag auf dem Kirchhof in Gartow statt. Die Anhänger der paradiesischen Frucht kamen nicht nur aus der näheren Umgebung. Schlange standen auch Gäste aus Nachbarregionen, um sich von einem Fachmann erklären zu lassen, was da in ihrem Garten am Baum hängt. In langen Reihen lagen die Früchte auf den Tischen aus, beschriftet mit Namen und dem Jahr, in dem diese Sorte zum ersten Mal schriftlich fest gehalten wurde.

Boskop und Goldparmäne gehören da schon zu den jüngeren Gewächsen, ebenso - wie es der Name schon sagt - Kaiser Wilhelm oder Prinz Albert. Aber es gibt auch noch Apfelbäume, deren Sorte bereits vor mehreren hundert Jahren geerntet wurden. Oder örtliche Spezialitäten, aus Celle zum Beispiel oder Uelzen. Am Bio-Streuobsttag liegen sie alle in Reih und Glied zum Staunen des Publikums aus.

In diesem Jahr war die Veranstaltung in Gartow der Auftakt zu einem weiter gehenden Projekt. In Zukunft soll die „Route der alten Obstsorten im Wendland“ Besucher aus nah und fern anlocken. Beteiligt sind der Landschaftspflegeverband, die Naturschutzverbände BUND und NABU sowie der Bio-Streuobstverein. Unterstützt wird das Projekt von der Firma Völkel, die zudem zertifiziertes Streuobst zu Vorzugskonditionen annimmt. Zu den Finanziers des Projektes gehören außer dem der Naturpark Elbufer Drawehn und die Lottostiftung, die EU und das Niedersächsische Umweltministerium.

Die Idee entstand schon 2005. Damals nahm die Entwicklungsinitiative Region aktiv das Projekt Streuobst in seine Förderung auf. Die Bestände alter Obstsorten sollten gesichert, die Informationen darüber verbreitet und neue Pflanzungen angelegt werden. Dazu kam ein Konzept für die Pflege der Bäume und Bestände.

Ähnliche Projekte gibt es in den Nachbarregionen, in der Prignitz, im Amt Neuhaus und in der Altmark. Das Wendland fügt sich mit seiner Route alter Obstsorten in diesen Verbund ein. Neben dem Wert für den Naturschutz haben alte Streuobstbestände auch touristischen Wert, glaubt Asta von Oppen, eine der Organisatorinnen des Streuobsttages in Gartow. Dass sie auch eine Anziehungskraft auf Einheimische ausüben, bewies der Besuch auf dem Gartower Kirchhof.

Karl-Friedrich Kassel in der Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 30.09.2008

Beitrag für den Natura 2000-Newsletter des DVL Ausgabe 3/2008

Route der alten Obstsorten im Wendland

 

Bestandteil der Kulturlandschaft im Wendland an der Elbe sind die zahlreichen gewachsenen Streuobstbestände und Obstgärten. Die alten Obstsorten z. B. mit den schönen Namen „Gräfin aus Paris“ oder „Holländischer Prinz“ stammen noch aus einer Zeit, als die Selbstversorgung und Bevorratung mit Obst eine Notwendigkeit war. Um die Vielfalt der teilweise in Vergessenheit geratenen alten Obstsorten zu erhalten und wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen, entstand in einem länderübergreifenden Kooperationsprojekt zwischen Niedersachsen, Sachsen Anhalt und Brandenburg die Idee der „Route der alten Obstsorten“.

In einer zusammenhängenden Route sollen Streuobstwiesen, Obstgärten, Alleen und Einzelbäume verbunden und für Fußgänger oder Radfahrer erlebbar werden. Hinweisschilder am Wegesrand sollen allgemeine und detaillierte Informationen liefern, weitere Streuobstwiesen entlang von Wander- und Radwegen angelegt werden. Darüber hinaus wird beabsichtigt, weitere Aktionen zum Thema in der Region zu verankern so z. B. Umweltbildungsangebote für Schulen und Kindergärten, Apfeltage mit Früchteausstellungen, Angebote zu Sortenbestimmungen, Streuobstfeste oder Verkostungen und Schnittkurse.

In einer ersten Projektphase, gefördert durch die Modellregion Regionen Aktiv, wurde dafür zunächst in allen drei Ländern der Bestand an alten Obstsorten ermittelt, die Eigentumsverhältnisse festgestellt, Abstimmungen mit Ämtern, Gemeinden und Privatpersonen geführt und schließlich für die einzelnen Planungsregionen die Routenverläufe festgelegt. Die Umsetzung der Routen mit der Ausschilderung der Wege und Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit läuft in den drei Bundesländern nun im Anschluss parallel.

Für die Umsetzung in Niedersachsen ist der Landschaftspflegeverband Wendland-Elbetal e.V. verantwortlich, der im August 2008 auch die Trägerschaft des Projektteils im Wendland übernommen hat. Bis Ende 2009 sollen hier folgende Projektbausteine umgesetzt werden:

· Erstellung von Flyern mit dem Routenverlauf, Hinweisen zu touristischen Anziehungspunkten und austauschbaren Einlegeblättern u. a. mit Darstellung der regionalen Obstsorten

· Beschilderung der Route (Routenwegweiser, Sortenkennzeichnung an Einzelbäumen, Info-Tafeln an Obstbaumstandorten etc.)

· Anpflanzung von Obstbäumen entlang von Wander- und Radwegen sowie Anpflanzung einer Streuobstwiese als Sorten-Muttergarten

· Durchführung von Apfeltagen, Aktionen mit Schulen und Kindergärten (Umweltbildung)

· Öffentlichkeitsarbeit über Presse, Fachzeitschriften, Internet, touristischen Veranstaltungen etc.

Gefördert wird das Projekt in Niedersachsen mit 80 % über das Programm „Natur erleben“ vom niedersächsischen Umweltministerium. Dabei handelt es sich um EFRE-Mittel, d. h. mit diesem Projekt werden Strukturfondsmittel der Europäischen Union für ein Naturschutzprojekt eingesetzt. Leider gibt es vergleichbare Ansätze in Deutschland nur sehr wenige.

Weitere Informationen:
Landschaftspflegeverband Wendland-Elbtalaue e. V.,

Frau Oppen, Tel.: 05846/1583, asta.oppen(at)freenet.de